Navigation

Ü50 Saison 2019/2020 Aktuell

 

Es gibt keine Termine heute.

 

 

 

Tabelle 2019/2020

 
 

 

 
 
SG Harsefeld/Apensen FC Mulsum/Kutenholz
Freitag, den 11.09.2019 5. Punktspiel
1 : 6 - Die Demontage des Favoriten!

 

Es hat satte zwei Tage gedauert, bis sich der Schreiber dieser Zeilen motivieren konnte, diesen Spielbericht zu schustern.

Es war ein Spiel, wie aus dem Taktik-Lehrbuch! Mit hochkonzentriertem Auftritt und der nötigen Portion Aggressivität, haben wir den Gegner von Beginn an den Schneid abgekauft! Immer nah dran am Gegenspieler, den Ball schnell und akkurat laufen lassen und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen: Der Ball zirkulierte in den eigenen Reihen und wenn der Gegner mal wieder unaufmerksam agierte, wurde dies durch stichgenaue Bälle in die Tiefe gnadenlos ausgenutzt. Den Raum, der uns gelassen wurde, spielte uns geradezu in unsere spieltaktischen Karten, denn mit unseren schnellen Kontern, konnten wir die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal förmlich überrumpeln. Innerhalb von 2o Minuten hatten wir bereits 5 Treffer erzielt – der Sieg war uns schon zur Halbzeit nicht mehr zu nehmen – einfach grandios!

So oder ähnlich wäre wohl der Bericht aus Sicht des FC Musum/Kutenholz geschrieben worden – und das wäre noch höchst milde ausformuliert.

Wie sich unsere ASSG in dieser ersten Halbzeit präsentiert hat, geht auf keine noch so große, sprichwörtliche Kuhhaut! Nahezu alles, was vor dem Spiel eingefordert wurde, fand sich maximal als löbliche Absicht auf dem Platz wieder! Das Spiel startete und nach nicht einmal zwei Minuten wurde sichtbar, dass die beiden auf dem Platz befindlichen Teams offensichtlich die Rollen getauscht hatten: MuKu höchst konzentriert und fokussiert, mit dem in Körpersprache und in den Aktionen offensichtlichen Anspruch, hier gegenhalten zu wollen! Auf der anderen Seite unsere ASSG, die von diesem Auftritt nicht nur überrascht schien, sondern auch fast schon beeindruckt reagierte: Den Gegenspielern wurden die Räume freiwillig überlassen, sodass diese ungehindert ihr Spiel organisieren konnten – defensiv, wie auch insbesondere offensiv. Unser Team rückte immer wieder auf und lud so den Gegner mit weit geöffnetem Mittelfeld zu Kontern ein. Die Tore fielen im 5-Minuten-Takt und selbst nach dem 0:3, 0:4 und 0:5 präsentierte sich unsere Defensive wie der vielzitierte Hühnerhaufen! Anstatt zu reagieren und dem Gegner erst einmal den Spielfluss zu nehmen, wurde weiter das Visier hochgeklappt, um irgendwie selbst einen Treffer zu markieren. Das spricht zwar einerseits für eine entsprechende Moral. Wenn aber andererseits in dieser Art Übereifer die eigene Abwehr völlig blank gelassen wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn man sportlich derart unter die Räder kommt!

Dieser Freitagabend war selbst für uns Senioren-Fußballer im negativen Sinne denkwürdig! Ich persönlich weiß gar nicht, ob unsere ASSG eine solch deftige Heim-Niederlage jemals kassieren musste…und hoffe einfach, dass dieses Ergebnis das aufzeigt, was wir eigentlich alle wissen: Die Meisterschaft geht auch in dieser Saison nur über uns – aber eben auch nur dann, wenn wir jedes(!) Spiel konzentriert, fokussiert angehen, jeder seine individuellen, außergewöhnlichen Qualitäten abruft und diese mit einer disziplinierten Teamleistung kombiniert werden! Dann(!) bleibe ich dabei, dass wir spätestens ab nächster Saison, mit dem dann zur Verfügung stehenden Kader, nahezu unschlagbar sind!

…und wenn wir uns das nächste Mal über Ergebnisse von Spitzenteams auf höchster Ebene wundern, diese belächeln (Bayern – Schalke 0:7, HSV – Regensburg 0:5, Tottenham – Bayern 2:7 u.s.w.), dann schütteln wir unsere Köpfe nach diesem Freitagabend vielleicht nicht mehr ganz so wild!                                                                                                (F.G.)

Tore: 0:1 (6.), 0:2 (10.), 0:3 (16.), 0:4 (20.), 0:5 (27.), 1:5 847.) B.Feindt, 1:6 (52.)
Team: J.Böhning, O.Buntrock, St.Charwath, F.Elfers, K. Ehlers, B.Feindt, O.Giesa, D.Ropers, B.Schawaller, J.Winkler 

 

 

 
 
SG Harsefeld/Apensen SV Ottensen
Freitag, den 27.09.2019 4. Punktspiel
9 : 0 - Kantersieg gegen den SV Ottensen

Unsere Ü50 ist zurzeit weder zu stoppen, noch zu toppen. Mit Sicherheit ist der SV Ottensen nicht mit dem VFL Güldenstern Stade I zu vergleichen – dennoch wurde auch dieses Spiel mit einem klaren Sieg für sich entschieden. Zu vergleichen war auch das Team unserer ASSG nicht mit dem beim Sieg gegen Güldi I : Gerade einmal drei Spieler lagen in der Schnittmenge dieser beiden Partien. Dies zeigt einerseits, welch große personelle Probleme die Coaches Franky & Fränkie Woche für Woche zu lösen haben. Andererseits aber auch, welch gewaltiges Potential diese Ü50 hat.

Wer gesehen hat, wie überlegen auch dieses Mal das Spielgeschehen gestaltet wurde, wird sich  fragen, wer dieses Team eigentlich stoppen kann. Wer es nicht gesehen hat, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass der verletzungsbedingt fehlende Fränkie Grundmann satte zwei DIN A4 – Seiten vollschreiben musste, um einigermaßen alle torgefährlichen Situationen zu notieren – und das lag nicht an seiner zu großzügigen Schriftform…

Ich verweise daher an dieser Stelle der Einfachheit halber auf die untenstehende Listung der Tore, ohne die einzelnen Treffer wie sonst üblich detailgetreu zu beschreiben…und darauf, dass die Notizen zum Spiel ergaben, dass es mindestens noch 18(!) hochkarätige Tormöglichkeiten für unser Team gab!

18 Hochkaräter! Daraus ergibt sich, dass wir aus dieser großen Überlegenheit heraus sehr sehr viele Tormöglichkeiten kreieren, aber eben auch liegen lassen. Dieses Phänomen haben wir bereits gegen die VSV und auch Güldi I beobachten können, die eigentlich beide zweistellig nach Hause hätten geschickt werden können – oder müssen?!

Zu verschweigen ist aber Umkehrschluss dann auch nicht, dass wir gerade gegen Ottensen in zu vielen Momenten defensiv viel zu viel zugelassen haben. Immerhin drei riesengroße Möglichkeiten hatte der SV Ottensen, um unsere frühe Führung zu egalisieren, bevor wir die Führung ausbauen konnten – eindeutig zu viel.

Doch möchte ich den heutigen Bericht eher dazu nutzen, um auf ein paar wenige Dinge hinzuweisen, die mir und anderen zunehmend auffallen.

Da wäre beispielsweise das oben erwähnte Faktum der personellen Besetzung. Einerseits steht uns ein unfassbar großer und fußballerisch starker Kader zur Verfügung. Problematisch daran ist nur, dass ein Gros dieses potentiellen Kaders derzeit eigentlich für unsere Ü40 aufläuft. Es gab bisher keinen Spieltag, an dem Franky & Fränkie nicht improvisieren mussten. Ok, das gehört ein Stück weit zum Job, aber dennoch müssen wir uns dafür bedanken, dass uns die Ü40-Coaches Jörg, Ingo und Olaf hier so dermaßen aushelfen, obwohl diese selber immer wieder an ihrem Wochenend-Kader basteln müssen. Fakt ist: Ohne diesen großen Fundus an Spielern, hätten wir wohl zwei der vier Spiele absagen müssen!

Ein weiteres Thema ist für mich persönlich (und auch andere), die zum Teil erstaunlich angespannte Stimmung auf dem Platz. Immer wieder gibt es Situationen im Spiel, in denen untereinander über Gebühr hinaus gezetert, lamentiert oder abgewunken wird. Das war nahezu in allen(!) bisherigen Spielen zu beobachten. Damit meine ich wahrlich nicht vereinzelte Situationen, in denen korrigiert wird, kurz geflucht wird. Das gehört zum Fußball, wie der Rauch zum Feuer! Danach heißt es aber, den Mitspieler zu pushen, positiv anzutreiben. Sich aber in Debatten zu verlieren – das passt nicht zu uns, tut unserem Spiel nicht gut und wird inzwischen sogar verwundert von den gegnerischen Teams registriert. Ein Spruch, aufnehmen, kurz lächeln, Haken dran – so muss es gehen.

Oder ist das ein Luxusproblem? Sind wir auf dem Platz inzwischen so souverän, dass wir bei haushoher Führung (VSV, Güldi, Ottensen) die Muße haben, uns solcher Muster zu bedienen? Das Gegenteil sollte gelebt werden! Gerade dann kann gefrotzelt werden, dann erreiche ich mit nem humorgeladenen, punktgenauen Spruch sicher mehr, als mit ner verbalen Grätsche. Was wollen wir eigentlich machen, wenn es mal schlecht läuft??

Einen letzten Punkt, den ich loswerden möchte: Ich glaube tatsächlich daran, dass wir spätestens in der nächsten Saison die stärkste Ü50-Mannschaft im ganzen Landkreis stellen werden – sofern tatsächlich, wie geplant, alle spielberechtigten Kicker für die Ü50 auflaufen werden. Damit werden wir nicht jedes Spiel automatisch gewinnen. Aber wenn wir unser Leistungsvermögen durch Esprit, Willen und Teamgeist auf das Spielfeld bringen, wird es für jeden Gegner schwer, uns in Bedrängnis zu bringen.

Ich persönlich würde es begrüßen, wenn wir Ü50-Kicker uns bereits jetzt mit dem Thema der anstehenden Niedersachenmeisterschaft 2020 auseinandersetzen und uns auf diese sportlich entsprechend vorbereiten. Wer trainiert das „Team 2020“? Was spricht dagegen, das potentielle „Team 2020“ bereits jetzt schon so oft wie möglich zusammen spielen zu lassen? Im Spiel, wie im Training? Qualitativ starke Spieler zu haben ist das eine. Daraus eine starke Truppe zu machen, das andere.

Dies waren ein paar wenige Gedanken zum Wochenstart. Einmal etwas weiter weg vom eigentlichen Spielverlauf, aber dennoch nicht im luftleeren Raume… 

Der obligatorische Hinweis auf unser nächstes Heimspiel gegen MuKu (Freitag, 11.10.2019) zeigt denn auch gleich, dass unser Klagen über die personelle Situation kein Gejammer auf hohem Niveau, sondern wöchentlich Einzug haltendende Realität ist. Zurzeit haben wir ganze acht Zusagen für dieses Spiel – aber Franky und ich sind ja bereits reich an Erfahrungen, wenn es ums Kaderbasteln geht…                   (F.G.)

Tore: 1:0 (1.) St.Schoppenhauer, 2:0 (22.) St.Schoppenhauer, 3:0 (24.) J.Klindworth, 4:0 (29.) J.Klindworth, 5:0 (32.) St.Schoppenhauer, 6:0 (42.) J.Klindworth, 7:0 (50.) B.Wollert, 8:0 (59.) F.Elfers, 9:0 (60.) St.Schoppenhauer
Team: G.Bargsten, J.Böhning, K.Ehlers, F.Elfers, J.Klindworth, J.Künne, P.Rieck, D.Ropers, St.Schoppenhauer, B.Wollert

 

 

 
 
SG Harsefeld/Apensen VfL Güldenstern Stade I
Mittwoch, den 18.09.2019 3. Punktspiel
Den Tabellenführer mit 6 : 1 "Am Feldbusch" untergepflügt

Es war ein kleines Fußballfest! Unsere ASSG empfing den Tabellenführer VFL Güldenstern Stade I, der mit einer makellosen Weste von 6 Punkten und 13:0 Toren anreiste. Ohnehin ist bekannt, dass „Güldi I“ eine fußballerisch starke Mannschaft hat, denn nicht umsonst nimmt auch dieses Team regelmäßig an der Niedersachsenmeisterschaft teil. Nicht umsonst liefern diese Duelle regelmäßig guten, hochwertigen Fußball.

Da sich der eigentliche Kader unserer Ü50 erneut arg ausgedünnt präsentierte, wurde unser Team durch einge „Ü50-Granden der Ü40“ komplettiert. Mit Jörg Winkler, Björn Feindt, Olaf Giesa und dem (Debütanten!) Ingo Mathees gleich derer vier.

Der Match-Plan für den heutigen Abend war denkbar einfach: Aus dem inzwischen etablierten 2-2-1 – System heraus, galt es einzig, die „gnadenlose Qualität“ unseres Kaders auf den Platz zu bringen. Unsere hohe individuelle und(!) spielerische Qualität im Zusammenwirken mit mannschaftlicher Geschlossenheit, sollte zum Schlüssel des Erfolges gegen eine stark zu erwartende Stader Mannschaft werden. Und der Schlüssel wurde zum Türöffner einer Klasseleistung. Was sich hier in der ersten Hälfte auf dem Rassen abspielte, war ein Feuerwerk im Senioren-Fußball! Eine solche Dominanz unseres Teams habe ich gegen einen personell so starken Gegner noch nicht gesehen! Aber im Einzelnen…

Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da gab es bereits zwei sportliche Dämpfer zu beklagen: Franky Elfers hatte dermaßen Knieprobleme aus dem letzten Spiel zu beklagen, dass dieser nur für den äußersten Notfall zum Einsatz kommen würde. Dann verdrehte sich „Katze“ Stefan Charwath beim Warmmachen auch noch das Knie, sodass bis zum Anpfiff nicht klar war, ob er wirklich spielen kann – doch er biss nicht nur auf die Zähne, sondern bot eine absolut fehlerfreie Leistung!

So startet unsere Mannschaft in folgender Formation: Stefan Charwath, Frank Grundmann, Olaf Giesa, Ingo Mathees, Jörg Winkler, Stefan Schoppenhauer.

Wie im Vorfeld eingefordert, präsentierte sich die Mannschaft von Beginn an hoch konzentriert und ließ überhaupt keinen Zweifel aufkommen, wer hier der Chef im Ring sein wollte! Der Ball lief akkurat durch die eigenen Reihen und es wurde zielstrebig nach vorn gespielt. Der Wille hier etwas zu reißen, war geradezu physisch spürbar. Gefühlt war es so, als ob noch kein einziger Stader Spieler am Ball war, als dieser bereits im Güldi-Tor einschlug: Ein zielgenauer Pass zum startenden Jörg Winkler, der sich sprintstark über rechts durchsetzt und den mitgelaufenen Ingo Mathees mustergültig bedient – 1:0 (2.) ! Was für ein Start ins Match.

Ingo netzt ein

Güldi versuchte sich mit ruhigem Aufbauspiel von diesem Schreck zu erholen, doch jeder Versuch eines geordneten Spielaufbaus wurde durch aggressives Forechecking unseres Teams unterbunden: Die Räume wurden clever zugestellt, Anspiele in die Spitze, um deren gefährliche Stürmer Dräger oder Studenica in Szene zu setzen, wurden von insbesondere Olaf Giesa und Frank Grundmann im Keime erstickt. Eine solcher Balleroberungen führte zum schnellen 2:0: Fränkie Grundmann antizipiert ein Anspiel des Gegners, erobert den Ball und steckt diesen gedankenschnell zu „Schoppi“ Schoppenhauer durch, der kurz hinter der Mittellinie den Ball forderte. Was dann folgte, war ein wahrer Geniestreich von „Schoppi“! Sekundenschnell registriert er, dass der gegnerische Torwart weit aufgerückt war, nimmt Maß und mit einer herrlichen Bogenlampe über ca. 40(!) Meter, versenkt er das Leder im Tor von Güldi! Ein Tor „zum mit der Zunge schnalzen“, ähnlich dem, das einst ein gewisser Arrango von Borussia Mönchengladbach erzielte (Insiderwissen)…2:0 und es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt!

Olaf lieferte sich packende Zweikämpfe mit Uwe Dräger, der leider verletzt ausscheiden musste

Keine drei Minuten später erneut eine riesengroße Aktion unseres Teams. Über rechts wird Björn Feindt in Szene gesetzt. Mit hohem Tempo tritt er mit dem Ball am Fuß an, zieht aus ca. 15 Metern einfach mal ab und der Ball klatscht an den Pfosten (8.).

Und es geht munter weiter, der Druck auf den Gegner lässt unsererseits nicht nach und ein ums andere Mal ergeben sich aussichtsreiche Situationen und richtig gut anzuschauende Angriffe. Die wenigen Entlastungsversuche von Güldi verpuffen regelmäßig fast im Ansatz, weil sich das gesamte Team wie vorher gefordert, in der Rückwärtsbewegung richtig gut verhält und die Gegenspieler stört und abkocht.

In der 13. Minute dann ein typisch-genialer Auftritt des inzwischen eingewechselten Jürgen  Klindworth: „Klipper“ wird am gegnerischen Strafraum angespielt. Einem Derwisch gleich, dreht er sich geschmeidig in die von ihm so geliebte Eins-gegen-Eins-Situation, zieht trocken ab und der Ball zappelt im Netz – 3:0.

Große Freude bei den zahlreich erschienenen ASSG-Freunden, aber Ernüchterung bei Fränkie Grundmann: Seine Verletzung vom Spiel in Himmelpforten bricht wieder auf – die Partie ist für ihn nach nur 15 Minuten beendet.

Dem Klasse-Spiel unserer Mannschaft tut das keinen  Abbruch: Sie marschiert weiter und weiter, spielt den Gegner geradezu schwindelig. Wann kann man schon einmal behaupten, dass Güldenstern Stade chancenlos wirkt?!

Dann wieder eine dieser zielstrebigen, herrlich angelegten Offensivaktionen. Der Ball wird abgefangen, das Spiel schnell nach vorne getragen. Der Ball landet im direkten Passspiel bei Björn „Bobby“ Feindt. Dieser legt sauber ab zu „Schoppi“ und der verwandelt eiskalt zum 4:0 (17.) – Sein Saisontreffer Nummer 6!

Es schien, als spiele sich das Team in einen Rausch und wollte Güldi ans sportliche Kreuz nageln! Nur exemplarisch ein paar Kostproben:

Doppelchance von Björn und „Schoppi“ – Keeper und Beine verhindern Treffer Nr.5 (20.)

Doppelchance von „Schoppi“ und „Klipper“ – wieder nichts (22.)

Ingo fasst sich ein Herz, zieht ab – Pfosten (24.)

Jörg Winkler über rechts, zieht aus 15 Metern ab – drüber (26.)

Nochmal Jörg, diesmal aus 8 Metern – knapp drüber (28.)

Dann Halbzeit. Wie dominant sich unser Team bis dato präsentierte, lässt sich schon allein an der Reaktion der gegnerischen Spieler festmachen: Sie pöbelten sich an und waren vor Ratlosigkeit geradezu außer sich. Kein Wunder, denn es hätten genauso gut acht Gegentreffer sein können. Trotz oder gerade wegen dieser absolut starken Leistung mahnte Coach Fränkie das Team, jetzt nicht nachzulassen, sondern nachzusetzen und genauso fokussiert und konzentriert weiter zu spielen, wie in der ersten Hälfte.

Doch so sollte es nicht kommen. Kein Wunder, denn bei solch einem Spielstand ist es durchaus schwierig die Spannung über die komplette Spielzeit zu halten. Wie auch schon in den ersten beiden Spielen kam es zu verschieden Phasen, in denen die taktische Grundordnung ein wenig verloren ging. Positionen wurden nicht konsequent gehalten, die Raumaufteilung war nicht optimal – kurz: Ein wenig zu viel Laissez-Fair schlich sich in unser Spiel. Aber ehrlich: Das ist Jammern auf ganz hohem Niveau! 

Während unser Team also ein bis zwei Gänge zurückschaltete, war Güldi nun um Ergebniskorrektur bemüht und kam auch zu einigen Gelegenheiten.

Um den Rahmen dieses Berichtes nicht zu sprengen, möchte ich an dieser Stelle die zweite Halbzeit stichwortartig zusammenfassen! Die Ereignisse im Stakkato:

Jörg zieht aus 15 Metern ab, der Ball verfehlt knapp sein Ziel (40.).

„Schoppi“ setzt sich eindrucksvoll durch, sein knallharter Schuss wird jedoch vom Güldi-Torwart pariert, den Abpraller nimmt „Klipper“ direkt, doch erneut wird der Ball abgewehrt (48.).

Wieder kommt der Ball zu „Schoppi“, der zieht direkt und aus der Drehung ab, doch leider ist der scharfe Schuss zu zentral und kann pariert werden (49.).

Dann endlich klingelt es wieder in Güldis Kasten: Ingo bekommt den Ball zentral zum Tor. Er zieht aus ca. 16 Metern aus der Drehung ab. Der Ball ist scharf geschossen, kann vom Keeper nur abgeklatscht werden und Björn Feindt staubt ab zum 5:0 (50.).

Nach einigen guten Möglichkeiten für Stade, die unsere „Katze“ aber trotz seiner Verletzung jeweils in klasse Manier abwehren kann, liegt der Ball dann doch noch im Netz: Einem Hühnerhaufen gleich herrscht völliges Durcheinander in unserem Strafraum, Stefan kann noch zweimal abwehren, doch dann versenkt der Stader Pries die Pille aus unglaublich spitzen Winkel im Tor – 5:1 (55.). Genauso überflüssig, wie nun allerdings auch überfällig.

Als dann alle eigentlich nur noch auf den Schlusspfiff unseres souveränen Schiris Willi Müller warteten, belehrte „Klipper“ uns doch noch eines Besseren und traf in der 60. Minute zum Endstand von 6:1.

Fazit: 6:1 – ein Ergebnis, das an sich eine großartige Leistung insistiert. Wer aber vor Ort war, der wird bestätigen, dass dieses Spiel auch 10:2 hätte ausgehen können, wenn nicht müssen! Insbesondere in der ersten Hälfte zeigte unsere ASSG Harsefeld/Apensen fantastischen Fußball! Hohes Tempo, viel Bewegung, geradlinige und flüssige Kombinationen im Spiel nach vorne. Dazu eine klasse Raumaufteilung und kompromisslose, aber stets faire Defensivaktionen. Sozusagen ein Spiel aus einem Guss. Das dieses Spiel in Hälfte zwei etwas nachließ, ändert jedoch nichts an dem Urteil darüber: Einfach klasse, mit viel Spaß am Fußball! Güldi war an diesem Abend trotz guter Besetzung chancenlos gegen dies Art Fußball.

Mein ganz persönliches Fazit: Heute hat sich das gezeigt, was ich bereits vor Wochen kundgetan habe und dafür teilweise belächelt wurde – wenn ich daran denke, was für ein Ü50-Team wir spätestens in der nächsten Saison aktivieren können und welche Spieler uns dann und schon jetzt zur Verfügung stehen, dann fällt mir dazu nur Franz Beckenbauers Spruch nach dem Gewinn der WM 1990 ein: „Es tut mir leid für unsere Gegner, aber wir werden für die nächsten Jahre nahezu unschlagbar sein.“ Auf den Landkreis Stade bezogen, passt dieses für unsere Ü50 allemal – so selbstbewusst können wir sein!       (F.G.)

 

Frank G. und Jörg initieren einen der schnellen Gegenangriffe

Schoppi im Rückwärtsgang, Frank G. auf den Weg zur Balleroberung

Tore: 1 : 0 (2.) Ingo Matthees, 2 : 0 (5.) Stefan Schoppenhauer, 3 : 0 (13.) Jürgen Klindworth, 4 : 0 (17.) Stefan Schoppenhauer, 5 : 0 (50.) Björn Feindt, 5 : 1 (55.) Gerd Pries, 6 : 1 (60.) Jürgen Klindworth
Team: St. Charwarth, B.Feindt, F.Grundmann, O. Giesa, St.Schoppenhauer, J.Winkler, I. Matthees, Dieter Ropers, J. Klindworth

 

 

  
 
SG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel SG Harsefeld/Apensen
Freitag, den 6.09.2019 2. Punktspiel
3 : 3 in Himmelpforten - ein typischer Kick in Heinbockel

Unser Trainer-Gespann hat es vorweg genommen: Spiele der ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel in Heinbockel gegen unser Team begnügen sich einfach nicht mit dem Etikett eines „normalen“ Fußballspiels.

Dieser Gegner ist immer wieder einfach unangenehm: Deren Mannschaft gibt nie klein bei, bleibt immer dran, geht ordentlich auf die Socken. Wie sagte Fränkie Grundmann im Vorfeld des Spiels: „Das Union Berlin des Senioren-Fussballs in unserm Landkreis: Spielen selten überragend, aber machen es fast allen Gegner schwer – und uns irgendwie besonders gern.“

Hinzu kam an diesem Abend, dass sich der eigentlich gut aufgestellte Kader innerhalb von 20 Stunden arg reduzierte: Mit Bernd Wollert, Jürgen Klindworth und Jörg Künne fielen gleich drei (weitere) wichtige Spieler aus, nachdem wir ohnehin schon auf sechs(!) Spieler unseres Kaders verzichten mussten. Zum Glück konnten wir auf Jörg, Björn und Peter zurückgreifen, die auch mit starken Leistungen zum 3:3 betrugen.

Match-Plan war es, den starken Auftritt der ersten Halbzeit aus dem Auftaktspiel gegen die VSV zu wiederholen: Im 2-2-1 sollte aus der Zentrale heraus verteidigt und im Umschalten über ein 1-3-1 der Gegner unter Druck gesetzt werden. Mit schnellem Anspiel auf unsere Spitze  „Schoppi“ über unser Kreativ-Abteilung Jörg Winkler und Björn Feindt, wollten wir zielstrebig zum Torabschluss und vor allem Torerfolg kommen. Dies Vorhaben wollten wir über eine engagierte und vor allem sehr konzentrierte Leistung auf den Platz bringen.

Der Start ins Match war perfekt: Himmelpforten hat Anstoß, der Ball läuft in deren Reihen mit der üblichen Passivität der ersten Spielminuten. Fränkie Grundmann greift in Höhe der Mittelinie den ballführenden Gegenspieler energisch an, erobert den Ball und steckt diesen direkt zum lauernden Stefan Schoppenhauer durch. Der schnappt sich das Leder, geht ein paar Meter und versenkt den Ball in seiner urtypischen Art und Weise aus ca. 12 Metern flach und humorlos im rechten unteren Toreck – 0:1 (1.) ! Ein Auftakt nach Maß!!

Dieses frühe Tor spielte uns natürlich grundsätzlich in die Karten – der Ball lief ruhig in unseren eigen Reihen und der Gegner entsprechend hinterher. Aber wie so oft und absolut liga- und altersunabhängig, kann solch ein frühes Gegentor auch dazu führen, dass aus Souveränität eine gewisse Passivität erwächst, die den Gegner Oberwasser bekommen lässt. Erarbeitete sich unser Team in den folgenden knapp 10 Minuten weitere, wenn auch eher kleine Möglichkeiten, so schlichen sich hier und da kleine Unachtsamkeiten ein und vor allem wurde unser spielerisches Konzept immer häufiger verwässert. Der Offensiv-Verbund verschob nicht mehr ballorientiert wie geplant, Anspielmöglichkeiten verringerten sich durch zu wenig Variabilität – kurz, unser Spiel wurde zu passiv und vor allem zu ineffektiv.

Dadurch wurde der Gegner plötzlich mutiger und im Verbund mit eigener, teilweise schludriger Defensivarbeit, ermöglichten wir Himmelpforten mehr Offensivaktionen. Exemplarisch dafür startete Ralf Studier von Himmelpforten einen eigenen Angriff direkt durch unser Zentrum. Er treibt den Ball in Überzahl Richtung unseres Tores, schlägt einen Haken um Fränkie Grundmann und schießt den Ball eigentlich harmlos in Richtung unseres Keepers Peter Rieck. Franky Elfers geht dazwischen und irgendwie tuschiert der Ball bei seinem Abwehrversuch seinen am Brustkorb angelehnten Arm – der Schiri pfeift sofort Strafstoß, den Jörg Koslowski sicher verwandelt (13.).

Der berühmte Faden war nun, wenn nicht gleich zerrissen, so dennoch zerfasert. Unsere Aktionen wurden ungenauer, die Raumaufteilung ging nun teilweise vollends verloren. Der Wille, das Spiel wieder unter Kontrolle zu kriegen, mündete in Aktionismus. Björn crosste von einem Strafraumeck zum anderen ohne entsprechend eingesetzt zu werden, Jörg ließ sich nach der Einwechslung von Mario zu weit nach hinten fallen, Schoppi haderte mit ausbleibenden Anspielen und seiner leichten Verletzung und vor allem die Absicherung nach hinten geriet mehr und mehr in Schieflage. Ein stärkerer Gegner hätte diese Unordnung sofort ausgenutzt.

So fiel aus genau all diesen Gründen der Führungstreffer für Himmelpforten: Fränkie Grundmann startet einen eigenen Angriff über die linke Seite und versucht mit einem Flachpass Schoppi einzusetzen. Dieser kann sich nicht durchsetzen, der Ball wird abgefangen und vom Gegner mit einem sauberen Pass direkt durch den Mittelkreis durchgesteckt. Die vor dem Spiel ausdrücklich eingeforderte, permanente zentrale Absicherung unserer Mitte durch mindestens einen Spieler war aufgehoben, weil Mario diese nicht zustellte, sondern aufgerückt war. So kam Fränkie nicht hinterher und im zweiten Nachsetzen traf Himmelpforten zur inzwischen verdienten 2:1 – Führung (27.).

Die Pause war zeitlich zum Glück nahe und so konnten wir uns mental neu aufstellen. Glücklicherweise war jedem klar, warum dieses Spiel nunmehr so gekippt war und wie wir den Schalter wieder umlegen wollten. Voller Zuversicht und mit einer „Jetzt-erst-recht!“ – Stimmung gingen wir in die zweite Hälfte.

Jedem im Team war innerhalb von Sekunden klar, dass wir alle als Team dieses Ding hier biegen wollten – und genauso traten wir auch auf! Voller Dynamik und mit unbändigem Willen starteten wir in die zweite Hälfte. Es dauerte keine zwei Minuten, als sich Jörg Winkler mit einem seiner klasse Fernschüsse Aufmerksamkeit verschaffte, doch der Ball ging knapp vorbei (32.). Himmelpforten wurde früh angelaufen und im Aufbauspiel gestört. Man merkte dem Gegner an, dass dieser beeindruckt war. Der Ball lief schlechter, sodass es quasi einer Einzelaktion bedurfte, um für Gefahr vor Peters Tor zu sorgen: Koslowski treibt den Ball aus der eigenen(!) Hälfte vor sich her, findet keine Anspielstation. So geht er weiter und wird nicht konsequent von Björn gestellt. Dann schießt er einfach mal aus ca. 25 Metern auf unser Tor, Fränkie Grundmann versucht noch den Ball zu verteidigen, kommt aber nicht ran – und hinter ihm steht mutterseelenallein ein Gegenspieler und von dessen Fuß springt der Ball ins Tor – 3:1 (35.).

Das sind die Momente, in denen ganz viele Mannschaften dann den sportlichen Löffel abgeben und dann eben auch das Spiel. Aber nicht so unsere Mannschaft! Die ersten Minuten dieser Hälfte hatten dermaßen gepusht, dass ein weiterer Ruck durch das Team ging und das geradezu spürbar.

Zwei Minuten später: Eigener Angriff mit Björn Feindt über halbrechts, dieser mit einer butterweichen und sauberst getimten Flanke auf „Schoppi“. Der pflückt die Kugel technisch herausragend aus der Luft runter und ballert das Ding aus sieben Metern zum 3:2 - Anschlusstreffer in die Maschen (37.).

Unsere Farben bleiben dran! Jörg winkler über links, zieht ab und der gegnerische Keeper Torsten Schulz lenkt das Leder mit einer überragenden Parade gerade noch am Pfosten vorbei (39.). Unwiderstehlich machen wir weiter Druck, fordern uns gegenseitig und geben durch die Bank alle Vollgas.

Dann Eckball. Schoppi bekommt den Ball angespielt und flankt sowas von haargenau auf den im Strafraum lauernden Björn, dass dieser eiskalt per Kopf zum Ausgleich trifft: 3:3 (42.).

Wir wollten nun noch mehr, gingen volles Risiko! Dabei gab es sicherlich auch zwei, drei knifflige Situationen zu überstehen, aber unsere Abwehr stand – und wenn mal einer durchrutschte, war Peter zur Stelle!

Im Gegenteil. Der inzwischen für Schoppi (musste zur Arbeit) in die Spitze gerückte Klaus Ehlers hatte den Führungstreffer auf dem Fuß! Björn Feindt setzt sich hervorragend über unsere rechte Seite durch, legt halbhoch und quer ab. Klaus trifft das Leder aus drei Metern und wir alle bejubeln eigentlich schon den Führungstreffer, doch Keeper Schulz fischt diesen Ball noch, selbst für die eigenen Spieler unfassbar, mit einem Reflex von der Linie (48.).

Ein weiteres Mal ist es Jörg, der mit einem satten Schuss  an diesem Teufelskerl Schulz scheitert (54.) und dann… ist das Spiel beendet.

Fazit: Mit einer wirklich hervorragenden Einstellung in der zweiten Halbzeit wurde hier über den Kampf- und Teamgeist ein Unentschieden eingefahren, welches man vor dem Spiel sicher nur ungern angenommen hätte. Was hier am Ende allerdings von allen Spielern unserer ASSG geleistet wurde, war großes (Senioren-)Fußball-Kino!

Deutlich wurde aber auch, dass unser eigentlicher Ü50-Kader in diesem Jahr nicht so zur Verfügung steht, wie wir das eigentlich erwartet haben! Im ersten Spiel knapp besetzt, das zweite Spiel am Ende ebenso mit nur noch einem Auswechselspieler und das dritte Spiel musste bereits verlegt werden. Das haben wir Coaches und sicher auch die Mannschaft so nicht erwartet…

Ganz besonderen Dank daher schon jetzt an die Ü50-Kicker der Ü40, die wirklich alles dafür tun, dass wir ein schlagkräftiges Team zusammen bekommen!!            (F.G.)

Tore: 0:1 (1.) St.Schoppenhauer, 1:1 (13.) HE , 2:1 (27.), 3:1 (35.), 3:2 (37.) St.Schoppenhauer, 3:3 (42.) B.Feindt
Team: M.Bordasch, K.Ehlers, F.Elfers, B.Feindt, F.Grundmann, P.Rieck, St.Schoppenhauer, J.Winkler

 

 

 
SG Harsefeld/Apensen VSV Hedendorf/Neukloster
Freitag, den 16.08.2019 1. Punktspiel
Zum Auftakt ein 5 : 1 gegen VSV Hedendorf/Neukloster

Die Vorzeichen standen nicht gut: Viele Spieler-Absagen zum ersten Spiel der Saison und als Gegner ein eigentlich ambitioniertes Teams aus Hedendorf. Aber wie so oft im Fussball, kam es ganz anders, als in diesem Fall befürchtet…

Mit einem Sieg sollte die Grundstimmung für die im Anschluss geplante Meisterschaftsfeier auf Partymodus gestellt werden. Die hohen Temperaturen des Tages regelten sich auf angenehme 23 Grad herunter und auch der Platz in der Gartenstraße präsentierte sich in gutem Zustand.

Frank Grundmanns Ansprache in der Kabine war davon geprägt, schnell ins Spiel und zu Toren kommen zu wollen. Die VSV mit ihrer Art, eigentlich Nicht-Angriffs-Fussball zu zelebrieren, würden ansonsten mit jeder schadlos überstandenen Minute uns das Fussball-Leben verdammt schwer machen…

Die Start-Formation mit Stefan Charwath, Franky Elfers, Fränkie Grundmann, Björn Feindt, Jürgen „Klipper“ Klindworth und Stefan „Schoppi“ Schoppenhauer legte entsprechend los wie die berüchtigte Feuerwehr!

Manni Schleßelmann, unser heutiger Chronist des Spielgeschehens, kam nahezu ähnlich ins Schwitzten, wie die Spieler auf dem Platz: Minütlich notierte er Chance um Chance, die sich unsere ASSG erspielte!

Das Team setzte Frankie Grundmanns Ansagen hervorragend um. Im 2-2-1 – System spielten alle hoch konzentriert und motiviert. Es wurde konsequent gegen den Ball und die Spielaufbauversuche der VSV gearbeitet und bei Ballbesitz zügig umgeschaltet.

Bereits in der zweiten Spielminute traf „Klipper“ Klindworth aus halbrechter Position zum 1:0, nachdem „Schoppi“ Schoppenhauer diesen überlegt und sauber mit einem kurzen Querpass in den Lauf freigespielt hatte.

Nur zwei Minuten später klingelt es erneut im Tor des VSV-Keepers Rainer Werth: Unser Duo Infernale tauscht die Rollen, „Klipper“ steckt geradezu lehrbuchartig in die Spitze zu „Schoppi“ durch und dieser erzielt eiskalt das 2:0 (4.). Ein Start nach Maß!

Und es geht munter weiter! Fast schon im Minutentakt brennt es lichterloh im Strafraum der VSV, unser Team spielte richtig gut und die Hedendorfer Truppe ist einfach nur überfordert, hat unserem Spiel nichts entgegenzusetzen.

Ein paar exklusive Szenen…Rainer Werth mit Fehlpass auf Schoppi, dieser zieht los, Werth kann seinen Fehler aber noch im letzten Moment ausbügeln (7.) Nach einem Freistoß für Hedendorf, leitet Keeper Stefan Charwath einen schnellen Gegenzug ein, doch Franky Elfers vergibt allein vor Gästekeeper Werth (9.). Wiederrum ist es Franky Elfers, der mit einem satten Schussversuch, das Ergebnis endlich auf 3:0 schrauben will – doch der Ball touchiert nur die Latte (20.). Erneut hat Franky die große Chance sich in die Torschützenliste einzutragen, als „Schoppi“ ihn sehr schön freispielt, aber dieser verzeiht völlig blankstehend (24.). Dann zieht „Klipper“ aus sechs Metern ab – Werth pariert glänzend (27.). Nur eine Minute später hält erneut „Klipper“ voll aufs Tor, doch der Ball geht drüber (28.).

Dann endlich ist es soweit: Unser Team lässt das Leder souverän durch die eigenen Reihen laufen, spielt dann über die linke Seite. „Klipper“ hält das Leder am Fuß, während sich Dieter Ropers im Zentrum des Strafraumes hervorragend und geschickt seinem Gegenspieler entzieht. Der genau getimte Querpass kommt und Dieter netzt völlig humorlos zum 3:0 (29.) ein! Ein Tor, dass wir Dieter ganz besonders gönnen, weil dieser gesundheitlich bedingt eine komplette Saison aussetzen musste!

Weil es denn dann so schön war, war es wiederum „Klipper“, der nach einem Konter über zwei Stationen den Ball von „Schoppi“ sauber zugespielt bekam und geradezu abgezockt zum 4:0 (30.) traf.

Dann endlich Halbzeit. Endlich für die VSV, die hoffnungslos unterlegen waren und endlich auch für unseren „Manni“, der von den so vielen Notizen so langsam Krämpfe in seiner Schreibhand bekam. Die Pause sollte genutzt werden um durchzuschnaufen. Aber dennoch war die klare Ansage, genau so weiterzuspielen. Nicht nachlassen, Tore machen, Spaß haben.

Doch nicht unsere Jungs, sondern die VSV trafen: Keine zwei Minuten waren gespielt, als Hedendorf einen Ball in unseren Strafraum lupft und „Klipper“ bei seiner Abwehraktion der Ball vom Fuß direkt an seine Hände in Brustkorbhöhe springt – nach der neuen Regel eindeutig Handspiel und Willi Müller entschied genau so. Obwohl Katze Stefan Charwath noch dran war, landete das Runde im Eckigen – 4:1 (32.).

Das Spiel nahm nun einen merkwürdigen Verlauf. Ein ungewohntes „laissez faire“ schlich sich in unser Spiel. Während Hedendorf das Fussball-Spielen nahezu einstellte, sich deren Bewegungsdrang immer mehr in Richtung aktivity-bashing entwickelte, verlor unsere Mannschaft von Minute zu Minute mehr den Faden. Viele Einzelaktionen, das in Hälfte eins noch so hervorragend praktizierte Verschieben im Mittelfeld, um die Räume gekonnt eng zu machen, das schnelle schnörkellose Spiel nach vorne – alles schien irgendwie verpufft. Hinzu kamen Wortgeplänkel untereinander, Unzufriedenheit über eigene Spielsituationen, kurz: Der Spielfaden im Spiel war gesplisst, wie Haare nach 10 Jahren Dauerwelle…

Kurioserweise eröffnete sich unserer ASSG weiterhin eine Chance nach der anderen, um das Ergebnis auf zweistellig stellen zu können…hier die Highlights aus Platzgründen im Zeitraffer!

„Klipper“ zieht aus ca. 16 Metern ab – Werth pariert (34.). Björn „Bobby“ Feindt schnappt sich das Leder am eigenen 16`er, läuft allein auf das Tor zu, dann ein kluger Querpass zu „Schoppi“, dessen Abschluss ist aber zu ungenau (37.). Genau zwei Minuten später dann doch endlich das ersehnte nächste Tor: „Schoppi“ umspielt geschmeidig einen Gegenspieler und lässt Werth im VSV-Tor mit seinem satten Schuss keine Chance – 5:1 (39.).

War jetzt endgültig der Weg zum Torfestival frei?! Leider nicht. Immer wieder Chance und Großchancen, aber keine weiteren Tore…Beispiele gefällig?

Überzahlangriff drei gegen zwei, aber „Bobby“ verpasst (41.). Nur eine Minute später scheitert auch Bernd Schawaller bei seinem Comeback in aussichtsreicher Position an Rainer Werth (42.). In der 44. Minute ist erneut Rainer Werth zur Stelle und pariert den Torabschluss von „Bobby“ Feindt aus drei Metern. Dann versucht sich sogar Günther Bargsten mit einem Günni-typischen „Außenschladder-Schuss“ am Tore schießen, aber auch er findet in Rainer Werth seinen Meister (48.).

Selbst der einzige, aber dafür richtig gute Spielzug in der zweiten Hälfte findet keinen finalen Abschluss: Hervorragend im Spiel nach vorne spielen „Klipper“ und „Schoppi“ mit einem doppelten Doppelpass die komplett VSV-Abwehr aus, aber…genau: Rainer Werth verhindert auch hier einen Treffer unserer Farben. „Klipper“ versucht sich auch nochmal, verzieht aber aus gut 20 Metern (52.). spätestens mit der quasi letzten Aktion des Spiels wird deutlich, dass heute in Sachen Tore, anscheinend nichts mehr gehen sollten: „Schoppi“ spielte Dieter Ropers frei, der aus vollem Lauf abzieht, aber diesmal ist es der Pfosten, der für den geschlagenen Rainer Werth das Tor verhindert (59.).

Dann endlich Schlusspfiff. Endlich, weil wir auf einen chancenlosen Gegner getroffen sind, der sich das Fußballspielen heute zu keinem Zeitpunkt zu eigen machte und eigentlich nur aus dem hervorragend aufgelegten Rainer Werth bestand.

Endlich aber auch, weil sich unser Team in der zweiten Halbzeit selbst aus dem flüssigen, guten Spiel der ersten Hälfte herausnahm und für mindestens eine Viertelstunde viel zu viel an Teamgeist hat vermissen lassen. Das, was dort an Unmut und Missstimmung einzelner aufkochte, war mir persönlich in dieser Ausprägung nur bedingt zugänglich und gerade für unsere Mannschaft völlig untypisch. Weswegen ich gleichzeitig guter Dinge bin, dass dies eine einmalige „Kiste“ war, denn gerade der unbändige Teamgeist dieser Truppe ist es, der einen so gerne in dieser Mannschaft spielen lässt!

Am Freitag, den 06.09.2019 treffen wir dann im nächsten Duell auf die ASSG Himmelpforten/H./H. – ein inzwischen schon traditionelles Duell mit Garantie auf enge Spiele und mit Sicherheit ein ganz anderes Kaliber als an diesem Tag die VSV.  (F.G.)

Tore: 1:0 (2.) J.Klindworth, 2:0 (4.) St.Schoppenhauer, 3:0 (29.) D.Ropers, 4:0 (30.) J.Klindworth, 4:1 (32.) R.Chamier (HE), 5:1 (39.)  St.Schoppenhauer
Team: G.Bargsten, M.Bordasch, St.Charwath, F.Elfers, B.Feindt, F.Grundmann, J.Klindworth, D.Ropers, B.Schawaller, St.Schoppenhauer

 

 

Nach oben